Aktuelles

Das Bündnis für Altenpflege hat eine neue Bündnisschrift aufgelegt. (27.11.2017)

Titel: "Prüfsteine - Pflegeberufereformgesetz vor seinen größten Hürden". In gedruckter Form wird die achtseitige Publikation demnächst bundesweit in Umlauf gebracht. An dieser Stelle steht sie bereits online.

Werden die im Heft dargestellten Hürden nicht genommen, muss die Umsetzung des Gesetzes verhindert werden, sagen die Bündnispartner. Dabei ist ihnen wichtig:

 Hürde 1: die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung

 Hürde 2: die uneingeschränkte Wahlfreiheit für alle Auszubildenden

 Hürde 3: die Verpflichtung für alle Schulen zur wechselseitigen Kooperation

 Hürde 4: die Beteiligung der Altenpflege an der Erarbeitung der Verordnungen

Die Reform sollte die Ausbildung und Qualität der Pflege verbessern. An diesem Maßstab zur Sicherstellung einer hochwertigen Versorgungsqualität in der Altenhilfe wird sich die Umsetzung des Gesetzes messen lassen müssen. Zwingend nötig ist dafür aus Sicht des Bündnisses, dass die ihm verabschiedeten Ausbildungsinhalte aus dem Modell „Berufliche Bildung in der Altenhilfe“ berücksichtigt werden. Das Modell ist ebenfalls in der Bündnisschrift dargestellt.

Hier die aktuelle Bündnisschrift

 

Demenz – Angehörige am Ende ihrer Kräfte
DAK-Pflegereport zeigt: Neun von zehn Pflegenden fordern mehr Unterstützung  (31.10.2017)

Pflegen bis zur Erschöpfung: Wer sich intensiv um demente Angehörige kümmert, ist oft am Ende seiner Kräfte. 59 Prozent geben dies an. Selbst im weiteren Umfeld von Menschen mit Demenz sagt jeder Dritte, oft erschöpft zu sein. Neun von zehn fordern mehr Unterstützung.

Leben mit Demenz: Daten, Erfahrungen und Praxis; Prof. Dr. Thomas Klie; Präsentation der Ergebnisse

 

Studie: Gewalt in der Pflege                                                                                  (07.09.2017)

Alltägliche Erfahrungen – mangelnde Prävention

Eine Studie des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) in Köln macht deutlich, dass Gewalterfahrungen gegenüber Patienten, Bewohnern und Pflegebedürftigen, aber auch gegenüber Pflegenden ganz offensichtlich zum Pflegealltag in Deutschland dazugehören. Allerdings wird derartigen Erfahrungen in den Einrichtungen zu wenig Beachtung geschenkt und sie werden kaum systematisch aufgearbeitet. Auch entsprechende Bildungsangebote zum Erkennen von Frühsignalen oder zum Umgang mit Gewalt gibt es demnach deutlich zu selten. In Kooperation mit der B. Braun-Stiftung in Melsungen hat das DIP für die Studie bereits zum Ende vergangenen Jahres rund 400 Pflegefachpersonen und -schüler aus unterschiedlichen Einrichtungen befragt.

 

Broschüre informiert Streifenpolizisten zum Umgang mit Demenz               (26.08.20217)

Eine Broschüre informiert Streifenpolizisten im Saarland zum Umgang mit Demenz. Mit einem speziellen Leitfaden bereitet die Polizei im Saarland ihre Polizistinnen und Polizisten im Streifendienst jetzt auf den Umgang mit demenzkranken Menschen vor. „Demenz ist Teil unseres Lebens, der Umgang damit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, schreibt die saarländische Sozialministerin Monika Bachmann im Vorwort der Broschüre. Die Polizeibeamten seien bei ihren Einsätzen mit der Krankheit in besonderem Maße konfrontiert. Der mit Experten eines Wohlfahrtsverbandes erarbeitete Ratgeber gibt den Beamten Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Demenzerkrankung sowie Kommunikationshilfen für ein Gespräch mit erkrankten Seniorinnen und Senioren. Die Beamten selbst hatten sich eine solche Arbeitshilfe nach ersten Sensibilisierungsschulungen im Rahmen des Ersten Demenzplanes für das Saarland gewünscht.

 

Altenpflege für Muslime
Informationsverhalten und Akzeptanz von Pflegearrangements                                    (25.07.2017)

Die Studie "Altenpflege für Muslime" erlaubt erstmals mit einer quantitativen Herangehensweise Einblicke in die Wahrnehmungen von Personen muslimischen Glaubens in das bisher kaum untersuchte Themenfeld muslimische Altenpflege in Deutschland.

Das Working Paper 75 wurde im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz vom Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge erstellt.

 

Pflege ist ein hoch anspruchsvoller Beruf                                                                                    (21.07.2017)

Vortrag von Prof. A . Kruse, Institut für Gerontologie, Universität Heidelberg auf dem Bayerischen Pflegegipfel 2017 in Nürnberg

Die Pflege ist ein hoch anspruchsvoller Beruf. Prof. A.Kruse sieht im Pflegeberuf eine hochqalifizierte Tätigkeit an zu pflegenden Personen, die am Besten gelingt, wenn sich die Pflegeperson als gebende und gleichzeitig empfangende "Bezugsperson" definiert. Der Gepflegte soll nicht Empfänger von Barmherzigkeit sein, sondern integriert bleiben und damit auch Gebender sein. Prof. Kruse ist leitendtätig an der Uni Heidelberg. Sein Vortrag auf dem Bayerischen Pflegegipfer 2017 in Nürnberg erhielt viel Beachtung.

Zum Vortrag (Sie brauchen 45 Minuten Zeit)

 

Regionalkonferenzen  - Fachkräftesicherung in den Gesundheitsberufen NRW 2017 -   (14.07.2017)

Die Landesberichterstattung Gesundheitsberufe NRW bietet mit ihren Daten und Analysen des Gesundheitswesens in NRW eine wesentliche Grundlage zur systematischen Planung einer zukunftsorientierten Gesundheitsversorgung. In den Regionalkonferenzen NRW 2017 bilden die Ergebnisse der Landesberichterstattung Gesundheitsberufe NRW die Basis. Die Regionalkonferenzen stellen die Weiterführung und Verbreitung zentraler Ergebnisse der Berichterstattung sicher. Aktualisierte und bis auf die Kreisebene regionalisierte Kennzahlen zu relevanten Entwicklungen werden vorgestellt.

Regionaldossiers der Regionalkonferenzen Fachkräftesicherung in den Gesundheitsberufen in NRW 2017
Daten und Trends der Region  Düsseldorf 2017

 

Studie: Digitale Lösungen in der Pflege                                                                    (14.07.2017)

„ePflege“ liefert Bedarfsanalysen und Handlungsvorschläge
Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) hat ein Konsortium bestehend aus der Roland Berger GmbH (RB), dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e. V. (DIP) und der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar gGmbH (PTHV) eine Studie zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im Pflegebereich, kurz "ePflege", erstellt. Im Fokus stand dabei zum einen die Erfassung der Ist-Situation bei der Anwendung und Entwicklung von digitalen IKT-Angeboten in der Pflege. Ferner ging es um die Identifikation von aktuellen und zukünftigen Bedarfen sowie die Analyse von bestehenden Barrieren bei der Anwendung und Verbreitung digitaler Lösungen in der Pflege. Aus den umfassenden Datengrundlagen der Studie wurde eine Reihe von konkreten Handlungsvorschlägen abgeleitet.
Zur Studie.

 

Kinderschutzhotline für die Plege und den Rettungsdienst                                     (11.07.2017)

Bei der Kinderschutzhotline handelt es sich um ein vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zunächst für drei Jahre gefördertes Projekt, deren Umsetzung sich die Uniklinik Ulm und die DRK Kliniken Berlin | Westend teilen.
Zielgruppe sind Fachpersonen im Gesundheitswesen, die mit ihren häufig spezifisch medizinischen Fragen zu Kinderschutz, Kindeswohlgefährdung, Gefährdungseinschätzung etc. die bestehenden Beratungsangebote der Jugendhilfe bisher nur wenig nutzen.
Berater sind Ärztinnen und Ärzte (Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Rechtsmedizin), die sowohl im medizinischen Kinderschutz, als auch in den Abläufen der Jugendhilfe geschult sind. Im Blick auf unsere Zielgruppe sind wir an 24 Stunden, an 7 Tagen in der Woche erreichbar, da Fragen oft dann auftreten, wenn Jugendämter und Beratungsstellen geschlossen haben.

Weitere Informationen zu Kinderschutzhotline können Sie über den Link http://www.kinderschutzhotline.de/ finden.

 

Zehn Teilnehmer haben ihre berufsbegleitende Weiterbildung zum Qualitätsmanagementbeauftragten gestartet (07.07.2017)

Die Voraussetzung für ein erfolgreiches Unternehmen sind zufriedene Kunden und reibungslos ablaufende Prozesse. Ein effektives Qualitätsmanagement ist ein wesentlicher Faktor, um kontinuierliche Verbesserungspotenziale zu identifizieren und diese systematisch zu integrieren. Ein gutes Risiko- und Fehlermanagement hilft die Leistungsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig weiterzuentwickeln.
Diese Teilnehmer sind Mitarbeiter aus Bildungseinrichtungen sowie Fach- und Führungskräfte aus dem Sozial- und Gesundheitswesen und des Rettungsdienstes.
Die berufsbegleitende Weiterbildung unterstützt sie Teilnehmer in der Einführung und Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems Ihrer Einrichtung.
Diese Weiterbildung Qualitätsmanagementbeauftragter befähigt die Teilnehmer in der Einführung und Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems DIN EN ISO 9001:2015.

 

BKK Gesundheitsatlas 2017 analysiert Gesundheitsberufe                                    (06.07.2017)

Erkrankungsgeschehen bei Pflegeberufen besorgniserregend
Gesundheitsförderung wichtig für Erhalt der Arbeitskraft

Mehr als jeder zehnte Beschäftigte hierzulade hat einen Gesundheitsberuf. Von diesen 3,2 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeitet wiederum nahezu die Hälfte in pflegerischen Berufen (als Krankenpfleger/-innen: Rund eine Million; als Altenpfleger/-innen 500.000). Die Datenanalysen des aktuellen BKK Gesundheitsatlas belegen, dass besorgniserregend viele Pflegekräfte aufgrund der Arbeitsbedingungen einen kritischen Gesundheitszustand haben. Dazu kommt, dass jeder Dritte in der Altenpflege (32,9 Prozent) lediglich ein befristetes Arbeitsverhältnis hat. Im Schnitt aller Berufstätigen sind es dagegen 14,6 Prozent.
Arbeiten in der Pflege: Signifikant länger krank, mehr psychische Leiden
Schaut man sich das Erkrankungsgeschehen der mehrheitlich weiblichen Beschäftigten dieser Branche genauer an, fällt auf, dass - im Vergleich zu allen anderen Beschäftigten, die im Schnitt 16 Tage krank waren - es deutlich längere Ausfallzeiten gibt: Rund 24 Tage sind es bei denjenigen, die in Pflege- oder Altenheimen arbeiten. Spitzenreiter hinsichtlich Erkranken an psychischen Störungen sind weibliche Beschäftigte in Pflegeheimen - sie sind doppelt so lange seelisch krank wie der Durchschnitt aller Arbeitnehmer (4,6 Krankentage in Pflegeheimen gegenüber 2,3 Tage bei den Beschäftigte aller Branchen. Auch körperlicher Verschleiß macht den in Pflegeberufen Arbeitenden zu schaffen: Aufgrund von Muskel- und Skelettkrankheiten fallen Altenpflegerinnen doppelt so lange aus wie die weiblichen Beschäftigten insgesamt (7,0 versus 3,7 Krankentage).
Wegen psychischer Diagnosen stationär behandelt: mehr Männer, mehr im Südwesten
Bei der Analyse der Krankenhaustage fiel bei Pflegeberufen auf, dass weitaus mehr Männer (15 Prozent mehr als weibliche Beschäftigte) sich wegen psychischer Störungen stationär behandeln lassen mussten. Dabei liegen alle Menschen, die in der Pflege arbeiten, ohnehin schon jeweils mehr als 55 Prozent über dem Schnitt der Krankenhaustage aller Berufstätigen, die aufgrund psychischer Diagnosen im Krankenhaus waren. Bei der stationären Versorgung sind es nicht nur die Beschäftigten der Heime mit den meisten Krankenhaustagen, auch die regionalen Unterschiede sind hier am größten. Besonders viele Krankhaustage gab es im Saarland, rund ein Drittel weniger waren es in Sachsen.
Betriebliche Gesundheitsförderung: Wichtig und wirksam - aber noch ausbaufähig
Neun von zehn Befragten sagen: Die Förderung von Gesundheit an ihrem Arbeitsplatz ist ihnen wichtig oder sehr wichtig. Allerdings geben weniger als der Hälfte an, dass es überhaupt solche Maßnahmen in ihrem Unternehmen gibt. Es zeigt sich durchaus ein Zusammenhang: Teilnehmer an betrieblicher Gesundheitsförderung leben laut eigenen Angaben auch außerhalb ihres Berufs aktiver und haben größere Zuversicht, ihren Beruf auch längerfristig ausüben zu können.
Dringend nötig: Mehr Gesundheitsförderung in der Altenpflege!
Von diesen Erkenntnissen sollte auch die Altenpflege profitieren, allerdings gibt es hier leider mehrheitlich (57 Prozent) (noch) keine betriebliche Gesundheitsförderung. Sind solche Maßnahmen jedoch vorhanden, dann ist die Inanspruchnahme dort sehr hoch (79 Prozent). Das sich BGF lohnt und auch Fehlzeiten reduziert, konnte in zahlreichen Studien gezeigt werden. Das zahlt sich auch für Arbeitgeber aus: Durchschnittlich werden - konservativ gerechnet - für jeden in BGF investierten Euro allein durch die Reduktion von Fehlzeiten 2,70 Euro eingespart.Im BKK Gesundheitsatlas 2017 sind nicht nur die Daten von knapp einer halben Million Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen detailliert analysiert und sach- und fachgerecht aufbereitet, sondern darüber hinaus auch Beiträge namhafter Gastautoren aus Wissenschaft, Politik und Praxis.

Wandel der Arbeitswelt lässt Altersarmut in Deutschland steigen                          (05.07. 2017) 

Unbefristete Jobs und lange beim gleichen Arbeitgeber – für viele Deutsche normal, für viele aber auch nicht. Stattdessen kennen immer mehr Menschen nur befristete Verträge, Mini-Jobs, Phasen der Erwerbslosigkeit und niedrige Löhne. Das deutsche Rentensystem ist auf diesen Wandel der Arbeitswelt nicht ausreichend vorbereitet, das Altersarmutsrisiko steigt weiter.
Entwicklung der Altersarmut bis 2036 Trends, Risikogruppen und Politikszenarien. Zur Studie !

Umfrage: Interdisziplinäre Zusammenarbeit von Pflegepersonal und Rettungsdienst in der Pflegeausbildung                                                                                                                                       (04.07.2017)

Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit startet Frau Yvonne Haberscheidt zum o. g. Thema.
Es geht um die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Pflege und Rettungsdienst und ob ein gemeinsamer Workshop im Rahmen der Pflegeausbildung von den Schülern als Zugewinn empfunden werden würde. Willkommen sind ebenfalls alle, die in diesem Bereich ihre Ausbildung bereits beendet haben. Bitte unterstützt Frau Yvonne Haberscheidt bei ihrem Vorhaben, indem Sie den folgenden Link großflächig unter Auszubildenden der Pflege und des Rettungsdienstes streut: https://www.umfrageonline.com/s/050a8f2

Endbericht zur Studie „Fachkräftebedarf im nichtärztlichen Bereich der Gesundheitswirtschaft" erschienen                                                                              (28.06.2017)

Mit der vorliegenden Untersuchung wird erstmals eine umfassende Bestandsaufnahme der Entwicklung der Angebotsstruktur, der Beschäftigung sowie des Fachkräftebedarfs im nichtärztlichen Bereich der Gesundheitswirtschaft vorgenommen. Neben einer makroökonomischen Analyse erfolgen eine Auswertung von Mikrodatenquellen sowie eine Untersuchung der Rahmenbedingungen. Die abgeleiteten Handlungsoptionen können eine Grundlage für Entscheider sein, um Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, beim Arbeitskräfteangebot und der -nachfrage, zielorientiert zu beeinflussen. Im Fokus dieser Arbeit liegen die nichtärztlichen Gesundheitsfachberufe, die dienstleistungs- und patientenorientiert arbeiten. Dazu gehören die Altenpflege, die Gesundheits- und Krankenpflege, das Hebammenwesen, die Physiotherapie und die Logopädie sowie die Orthopädietechnik-Mechaniker und Hörakustiker. Die Studie bestätigt in allen Berufsgruppen zukünftig eine Engpasssituation.
Zur Studie.

Bundestag beschließt Reform der Pflegeausbildung                                                                      (22.06.2017)

Der Deutsche Bundestag hat am Morgen des 22. Juni mit den Stimmen der Koalition gegen die Stimmen der Opposition die Reform der Pflegeausbildung verabschiedet.
Die ursprünglich vorgesehene einheitliche Ausbildung für alle Pflegeberufe ist erst einmal vom Tisch. Alten- und Kinderkrankenpflege bleiben vorläufig erhalten.
Das nun verabschiedete Pflegeberufereformgesetz (PflBRefG) sieht vor, dass es von 2020 an eine zweijährige gemeinsame, generalistische Ausbildung geben wird. Im Anschluss können sich die Pflegeschüler auf Kinderkranken- oder Altenpflege spezialisieren oder den generalistischen Pflegeabschluss machen.
Ungeklärt sind immer noch die Details der Ausbildungsreform. Lerninhalte und Einsatzorte der Schülerinnen und Schüler werden in einer Verordnung geregelt, die dem Bundestag bis zur Sommerpause 2018 vorliegen soll. Ohne die Verordnung kann das Gesetz nicht in Kraft treten. Auch der Bundesrat muss noch zustimmen.

DBVA: Offener Brief an die Bundestagsabgeordneten                                                (20.06.2017)  

Diese Woche wird das Pflegeberufereformgesetz abschließend behandelt. Ein Gesetz, das die pflegerische und medizinische Versorgung Deutschlands nachhaltig ver- ändern und eine unsichere Zukunft für die Pflege bringen wird. Da keine Ausbildungsinhalte und -abläufe vorliegen, ist es völlig unklar, wie die Ausbildung aussehen wird. Bereits vor der Verabschiedung schließen Altenpflegeschulen oder kündigen dieses an. Somit gehen schon heute - für die Zukunft dringend notwendige - Ausbildungsplätze verloren. Offener Brief DBVA

Gewalt im Pflegeheim ist ein relevantes Problem                                                                      (16.08.2017)

Bei der Bewertung von Pflegequalität wird Gewaltprävention nach Einschätzung des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) noch viel zu wenig beachtet. Der Vorstandsvorsitzende des Zentrums, Ralf Suhr, erklärte in Berlin: „Die Politik muss sicherstellen, dass sich mit der Reform der Pflegenoten hier etwas grundlegend ändert. Gewaltprävention muss zentraler Punkt der pflegepolitischen Agenda nach der Bundestagswahl sein.“
Sowohl Pflegende als auch Pflegebedürftige können gewaltsam handeln. Um neue Anhaltspunkte zur Bedeutung des Themas in der professionellen Pflege zu gewinnen, hat das ZQP Profis in stationären Einrichtungen befragt. 47 Prozent der Pflegedienstleitungen und Qualitätsbeauftragten halten demnach „Konflikte, Aggression und Gewalt in der Pflege“ für ein Thema, das stationäre Pflegeeinrichtungen vor „ganz besondere Herausforderungen“ stelle.
Nach Einschätzung der Befragten zeigt sich Gewalt professioneller Pflegekräfte gegen Pflegebedürftige am häufigsten in verbalen Übergriffen. Immerhin gaben 2 Prozent häufige verbale Übergriffe an, 23 Prozent sprachen von gelegentlichen verbalen Übergriffen, 55 Prozent sehen solche Gewalt eher selten. Gewalt gegen Pflegebedürftige drückt sich auch in Vernachlässigung aus (oft: 2 Prozent, gelegentlich: 17 Prozent, selten: 39 Prozent) oder in körperlichen Übergriffen (oft: 1 Prozent, gelegentlich: 7 Prozent, selten: 38 Prozent) und „freiheitsentziehenden Maßnahmen“ (oft: 4 Prozent, gelegentlich: 5 Prozent, selten: 25 Prozent).
Die Pressemitteilung des "ZQP"  finden Sie hier.
Zum Thema Gewaltprävention in der Pflege hält das ZQP kostenlose Informationsangebote bereit. Dazu gehört der Report "Gewaltprävention in der Pflege", der per E-Mail an bestellung@zqp.de kostenlos bestellt werden kann. Das ZQP-Portal www.pflege-gewalt.de bietet unter anderem aktuelle Notrufnummern, an die sich jeder in problematischen Pflegesituationen wenden kann.
ZQP-Themenreport Gewaltprävention (zum Runterladen)

Bayerische Altenpflege warnt vor Pflegeberufereform                                                                  (15.06.2017)

Am 22. Juni findet im Bundestag die 2. und 3. Lesung zum Pflegeberufereformgesetz statt. Eine öffentliche Anhörung zu dem überarbeiteten Kompromiss blieb trotz zahlreicher Forderungen aus. Jetzt wurde nochmal deutliche Kritik aus Bayern laut – in einer eher seltenen Konstellation.
Mit einem gemeinsamen Appell warnen private Pflegeheime und Dienste, die Altenheime des Caritasverbandes der Erzdiözese München und Freising, die Referatsleitung Seniorenpflege der AWO München, der Geschäftsführer der Inneren Mission München sowie die gemeinnützige Münchener Stadttochter "Münchenstift" vor einer Verschärfung des Fachkräftemangels in der Altenpflege.

Studie zur Altenpflege: Die große Last der Angehörigen                                                                (11.06.2017)

Jeder dritte Pflegende im erwerbsfähigen Alter hat seine Arbeitszeit reduziert, fast die Hälfte ist gar nicht erwerbstätig. Nur zehn Prozent der Arbeiten übernehmen professionelle Dienste, den Rest leisten Angehörige.
Staatliche Arrangements wie die Pflegeversicherung entlasten betroffene Familien. Doch den Hauptteil der Arbeit machen bislang Angehörige selbst – mit enormem zeitlichen und teilweise auch finanziellem Aufwand. Das zeigt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie. Trotz einiger politischer Initiativen funktioniert die Verzahnung von Pflege und Arbeitsmarkt noch nicht gut. Und ob Pflegende die nötige Unterstützung erhalten, hängt stark vom sozialen und finanziellen Hintergrund ab.

Grüne verlangen Debatte über Reform der Pflegeausbildung                                                     (10.06.2017)

Die Grünen im Bundestag haben eine Debatte über offene Fragen der Reform der Pflegausbildung verlangt, um weitere Verzögerungen des Gesetzesvorhabens zu vermeiden. Dieses Gesetz werde Auswirkungen auf Pflegekräfte sowie Millionen von Pflegebedürftigen und Angehörigen haben, sagte die Pflege-Expertin der Grünen-Fraktion, Elisabeth Scharfenberg, der Deutschen Presse-Agentur. «Es ist ein Unding, dass Union und SPD eine offene, fachliche Diskussion darüber weitgehend abwürgen und damit auch die Akzeptanz der Reform gefährden.»
In einem Brief an Bundestagspräsident Norbert Lammert und den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses, Edgar Franke (SPD), bitten Scharfenberg und die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Britta Haßelmann, ausdrücklich darum, die am 17. Mai im Ausschuss beschlossene öffentliche Anhörung noch stattfinden zu lassen. Dies wäre zeitlich möglich, ohne das weitere Gesetzgebungsverfahren zu gefährden. «Noch besteht die Möglichkeit, Transparenz herzustellen und die offenen Fragen zu diskutieren», sagte Scharfenberg.
Die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD hatten sich nach langem Ringen Anfang April auf einen Kompromiss zur Reform der Pflege-Ausbildung im Rahmen des «Pflegeberufereformgesetzes» verständigt. Demzufolge soll es künftig in den ersten beiden Jahren für alle eine generalistische Pflegeausbildung geben. Danach sollen die Auszubildenden die generalistische Ausbildung fortsetzen oder den Ausbildungsweg zur Altenpflege oder Kinderkrankenpflege einschlagen können. Das Gesetz sollte noch vor der Bundestagswahl im September verabschiedet werden.

Deutsche Alzheimer Gesellschaft begrüßt Aktionsplan Demenz der Weltgesundheitsorganisation
Deutschland braucht eine nationale Demenzstrategie                                                         (07.06.2017)

Die Weltgesundheitsversammlung in Genf hat Ende Mai 2017 einen globalen Aktionsplan Demenz verabschiedet. Das höchste Gremium der Weltgesundheitsorganisation (WHO) will damit die Situation von Menschen mit Demenz, ihren Familien und von Pflegenden verbessern. Der Plan definiert Ziele für die WHO-Mitgliedsstaaten u.a. in den Bereichen Prävention, medizinische Behandlung, Pflege und Forschung. Die WHO fordert ihre Mitgliedsstaaten dringend auf, nationale Demenzpläne zu entwickeln und umzusetzen.
Die Deutsche Alzheimergesellschaft (DAlzG) hat sich für einen nationalen Aktionsplan Demenz ausgesprochen und folgt somit der Aufforderung der WHO. Bisher hätten nur 29 der 194 Mitgliedsstaaten eine eigene Demenzstrategie. Deutschland gehöre nicht dazu. „Wir brauchen dringend einen nationalen Demenzplan“, sagte die erste Vorsitzende der DAlzG, Monika Kaus. „In den kommenden Jahren wird die Zahl der demenzkranken Menschen in Deutschland weiter steigen. Um dieser Herausforderung zu begegnen, müssen wir konkrete Maßnahmen und deren Finanzierung planen.“

 

Pflege-Ausbildung: Schwarz-Rot entscheidet sich gegen Transparenz                     (31.05.2017)

Zur Entscheidung der Koalition gegen eine öffentliche Anhörung zum Kompromiss bei der Pflege-Ausbildung (Pflegeberufereformgesetz) erklärt Elisabeth Scharfenberg, Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik:

"Die schwarz-rote Koalition hat heute eine öffentliche Anhörung zu ihrem Kompromiss bei der Reform der Pflege-Ausbildung abgewürgt. Bei einem so tiefgreifenden Gesetz auf Transparenz und demokratische Verfahren zu pfeifen, ist ein fragwürdiger Vorgang.
Bei der extra wegen der zahlreichen Fragen zum Kompromiss verlängerten Sitzung des Gesundheitsausschusses wurde überdeutlich, dass bei dieser Reform noch dringender Klärungsbedarf herrscht. Zumal die Fragen nicht zufriedenstellend beantwortet werden konnten. Der Antrag der Oppositionsfraktionen, statt einer weiteren Verlängerung der Ausschusssitzung eine öffentliche Anhörung anzuberaumen, wurde einstimmig durch die Koalitionsfraktionen abgelehnt. Union und SPD wollen ihr Gesetz möglichst geräuschlos durchziehen. Dabei ist es allein die Schuld der Koalition, dass sie nun unter Zeitdruck geraten. Ein Jahr lang herrschte Stillstand bei der Reform, weil sie sich nicht einigen konnten.
Anlass für eine Anhörung gibt es mehr als genug. Der vorliegende Kompromiss der Koalition verändert den Gesetzentwurf grundlegend. So werden nun die generalistische und die integrative Ausbildung parallel getestet. Es ist aber nicht eindeutig klar, wie diese verschiedenen Ausbildungen gegeneinander abgegrenzt werden, wie die praktische Umsetzung genau laufen soll und ob die Alten- und Kinderkrankenpflege letzten Endes erhalten bleiben oder doch abgewickelt werden sollen.
Diese Reform muss fachlich wasserdicht sein. Es geht nicht um irgendetwas. Dieses Gesetz wird die Pflegeberufe und die pflegerische Versorgung insgesamt substanziell verändern. Über 130.000 Menschen absolvieren jährlich eine Pflege-Ausbildung, weit über eine Million Menschen sind in einem Pflegeberuf tätig. Viele Millionen Pflegebedürftige, Patientinnen und Patienten sind auf die Versorgung gut ausgebildeter Pflegekräfte angewiesen."

Deutschen Berufsverbands für Altenpflege (DBVA) fordert Anhörung zum Kompromiss Pflegeberufereformgesetz                                                                                               (30.05.2017)

Ein wenig überraschend haben sich Vertreter von CDU/CSU und SPD Anfang April auf einen Kompromiss für das Pflegeberufegesetz geeinigt. Lange Zeit war das zuvor eingebrachte Gesetz auf erheblichen Widerstand gestoßen.
Die Einigung zum Pflegeberufegesetz beinhaltet eine Mischung aus Generalistik und fachlicher Spezialisierung. So soll es für alle Pflegeberufe zunächst eine zweijährige gemeinsame Ausbildung in allen Pflegeschulen geben. Anschließend können die Auszubildenden wählen, ob sie sich weiter in der generalistischen Pflege zur Pflegefachkraft ausbilden lassen wollen oder sich für eine einjährige Spezialisierung zur Alten- oder Kinderkrankenpflege entscheiden. Für das Feld der Krankenpflege sieht der Reformvorschlag keinen eigenen Berufsabschluss vor.
Allerdings sind viele Fragen offengeblieben und es kann zu nicht überschaubaren Umsetzungsproblemen kommen. Daher müssen alle Expertinnen und Experten sowie Fachverbände ausreichend Zeit bekommen, den bislang noch nicht vorliegenden neuen Gesetzentwurf und die dazugehörigen Verordnungen zu prüfen.
"Ob und wie der politische Kompromiss umsetzbar sein wird, ist im Wesentlichen von der inhaltlichen und fachlichen Ausgestaltung des Gesetzes und seinen Verordnungen sowie der Finanzierung abhängig", so Bodo Keissner-Hesse vom Vorstand des Deutschen Berufsverbands für Altenpflege e.V. (DBVA). Dieser hatte bereits Anfang April darauf hingewiesen, dass die inhaltlichen Leitlinien des Kompromisses diverse neue Fragen aufwerfen und auf bereits bestehende Fragen keine oder nur unzureichende Antworten geben. Der DBVA fordert deshalb, dass alle Experten sowie Fachverbände ausreichend Zeit bekommen, den immer noch nicht vorliegenden neuen Gesetzentwurf und die dazugehörigen Verordnungen zu prüfen.
In der letzten Woche wurde in der Sitzung des Gesundheitsausschusses ein Vorratsbeschluss zu einer Anhörung zu den Änderungsanträgen zum Pflegeberufereformgesetz gefasst - unter dem Vorbehalt, dass die Anhörung nur dann stattfindet, wenn die Änderungsanträge substanzielle Änderungen des Gesetzentwurfs enthalten.
Diese Anhörung hält der DBVA für dringend geboten, da substanzielle Änderungen am Gesetzentwurf notwendig sind und viele Fragen bisher nicht beantwortet wurden, die es in einer Anhörung zu klären gilt. Ganz gleich wie man zur Pflegeberufereform steht, eine öffentliche Anhörung zur Klärung der offenen Fragen sollte im Interesse aller sein. Der soziale und demografische Wandel der letzten Jahre hat gezeigt, dass Pflegekräfte insbesondere im Bereich Altenpflege/Langzeitpflege immer wichtiger werden.

Die Pressemitteilung des "DBVA"  finden Sie hier.

Pflegeberufereformgesetz: Bündnis für Altenpflege fordert Anhörung
Altenpflegeausbildung steht erneut vor dem Aus                                          (29.05.2017)

Nachdem in der Diskussion um das Pflegeberufereformgesetz endlich ein Kompromiss gefunden worden war, sehen aktuelle grundlegende Änderungsanträge des Gesundheits- und Familienministeriums nunmehr offenbar vor, die Altenpflegeausbildung doch abzuschaffen. „Das Altenpflegegesetz mit seinen eigenständigen inhaltlichen Regelungen soll außer Kraft treten, und in der Folge wird die Altenpflege zu einer Berufsbezeichnung ohne Inhalte verkommen“, so die düstere Prognose von Peter Dürrmann, Sprecher des Bündnisses für Altenpflege, der vor der Abstimmung im Bundestag dringend eine Anhörung fordert.
Die Pressemitteilung des "Bündnises für Altenpflege" finden Sier hier.

UMBAU DER PFLEGEVERSICHERUNG
Alternative Ausgestaltung  der Pflegeversicherung – Abbau der Sektorengrenzen und bedarfsgerechte Leistungsstruktur                                                                  (26.05.2017)

Die derzeitige Form der Pflegeversicherung wird dem Auftrag der Lebensstandardsicherung nicht gerecht und sorgt für sorgt für Verteilungsungerechtigkeiten.
Dies geht aus einem aktuellen Gutachten hervor, das der Bremer Gesundheitsexperte Heinz Rothgang im Auftrag der Initiative Pro-Pflegereform angefertigt hat. Die aktuelle Pflegeversicherung habe „zwei grundlegende Geburtsfehler“: Die Pflegekasse trage nur einen Teil der Kosten, sodass mehr als jeder dritte Pflegebedürftige auf Sozialhilfe angewiesen sei. Zudem unterschieden sich die Leistungen der Pflegeversicherung danach, ob jemand ambulant oder stationär versorgt werde. Diese beiden Defizite seien lösbar, wie der Bremer Gesundheitsexperte Prof. Dr. Heinz Rothgang in seinem "Gutachten zur alternativen Ausgestaltung der Pflegeversicherung" aufzeigt.

 

Öffentliche Anhörung des Gesundheitsausschusses zu Arbeitsbedingungen und Mitspracherechten der Pflegekräfte am 31. Mai 2017                                                                                                        (22.05.2017)

119. Sitzung – Pflegelobby
Ort: Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (MELH), Anhörungssaal 3 101, in der Adele-Schreiber-Krieger-Straße 1, 10117 Berlin
Zeit: Mittwoch, 31. Mai 2017, 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr
Gegenstand der öffentlichen Anhörung ist folgend Vorlage: Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Eine Lobby für die Pflege - Arbeitsbedingungen und Mitspracherechte von Pflegekräften verbessern BT-Drucksache (Bundestagsdrucksache) 18/11414

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert Anhörung zur Generalistik      (22.05.2017)

Nach einen Bericht der Bibliomed-Medizinische Verlagsgesellschaft fordert die DKG eine neue Anhörung zur generalistischen Pflegeausbildung im Gesundheitsausschuss. Die DKG habe in einzelnen Punkten „wichtigen Klärungsbedarf“.
Weiterhin begrüßt die DKG zwar, dass der Beginn der Ausbildung um ein Jahr verschoben werden soll, teilt aber gleichzeitig mit, dass auch das neue Datum „nicht realistisch" sei und ein Beginn zum 1.1.2020 schon ambitioniert sei.

Rote Versprechen, unter anderem auch für die Altenpflege                                        (19.05.2017)

Die SPD hat einen Entwurf zu ihrem Wahlprogramm für die kommende Bundestagswahl veröffentlicht und darin auch grundsätzliche Vorschläge zur Pflege formuliert. In dem Entwurf kündigt die Partei ein Sofortprogramm für mehr Personal in der Altenpflege an. Sie wolle damit „kurzfristig“ Entlastung für die Beschäftigten schaffen, heißt es. Darüber hinaus will sich die SPD für mehr und besser bezahltes Pflegepersonal in Krankenhäusern einsetzen*. „Eine gute und sichere Versorgung für Patientinnen und Patienten gibt es nur mit ausreichend Personal. Deshalb wollen wir Personalstandards umsetzen", steht in dem Entwurf. Mit Blick auf die Finanzierung wollen die Sozialdemokraten in der Pflege eine Bürgerversicherung einführen.

* Warum dies nicht auch für Pflegekräfte in der Langzeitpflege gefordert wird, erschließt sich dem Leser nicht.

Ausbildungschancen junger Migranten und Migrantinnen sinken wieder                 (19.05.2017)
BIBB-Analyse zur Entwicklung 2004 bis 2016

Die Suche nach einem Ausbildungsplatz ist für junge Migrantinnen und Migranten in den Jahren 2004 bis 2016 deutlich weniger erfolgreich gewesen als für Jugendliche ohne Migrationshintergrund. Nur 29% der Ausbildungsstellenbewerber/-innen mit Migrationshintergrund sind 2016 in eine duale Berufsausbildung eingemündet, gegenüber 47% der Bewerber/-innen ohne Migrationshintergrund. In den Jahren 2010 und 2012 lagen die Einmündungsquoten der jungen Migranten und Migrantinnen mit 35% noch deutlich höher. 2016 sind sie auf den sehr niedrigen Stand von 2004 zurückgefallen. Dies zeigt eine aktuelle Analyse des Bundes-instituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis von Befragungen ausbildungsreifer Jugendlicher, die bei der BA als Bewerber/-innen um einen Ausbildungsplatz gemeldet waren (BA/BIBB-Bewerberbefragungen 2004 bis 2016).
Der zu dieser Analyse erstellte Fachbeitrag „Ausbildungschancen von Ausbildungsstellenbewerbern und -bewerberinnen mit Migrationshintergrund, finden Sie hier.

Pflegereform: Bleiben verhaltensauffällige Menschen mit Demenz auf der Strecke?  (10.05.2017)

Der Deutscher Verband für Leitungskräfte der Alten- und Behindertenhilfe e.V. (DVLAB)  hat Kritik am neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff. Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Demenz und herausforderndem Verhalten, die noch körperlich agil sind und sich unter Anleitung teils noch selbst versorgen können, erhalten im neuen System meist nur Pflegegrad 4. Die Expertenkommission sah für sie aber eine besondere Bedarfskonstellation und hatte Pflegegrad 5 vorgeschlagen. Der DVLAB will zu dieser Personengruppe nun belastbare Daten erheben.
Der DVLAB hat mit der Alzheimerberatung e.V., der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung (DED) und dem Deutschen Berufsverband Altenpflege (DBVA) die "Altenpflege Arbeitsgruppe Pflegebedürftigkeitsbegriff" gegründet. Sie wird nun mit einer größeren Stichprobe überprüfen, in welche Pflegegrade gerontopsychiatrisch erkrankte Menschen mit ausgeprägten Verhaltensauffälligkeiten eingruppiert werden.

Schon kleine Veränderungen erleichtern selbstständiges und sicheres Wohnen im Alter – Neue kostenlose Wohnberatungsbroschüre                                                               (08.05.2017)

Die neue Broschüre des Landes Nordrhein-Westfalen „Mein Leben, mein Zuhause – Wohnberatung und Wohnungsanpassung in NRW“ zeigt, wie schon kleine Veränderungen dazu beitragen können, im Alter ein selbst-bestimmtes Leben in der eigenen Wohnung zu erleichtern und beispielsweise Stürze zu verhindern. Darüber hinaus gibt es Hinweise zu eventuell notwendigen Umbauten und entsprechenden Finanzierungsmöglichkeiten.

 

Die „ver.di-Bundesarbeitskreise Pflegelehrer/innen und Praxisanleiter/innen“ äußern sich kritisch zum Kompromissvorschlag der Koalition bei Reform der Pflegeausbildung   (21.04.2017)

Die Aufwertung der Pflegeberufe ist dringend erforderlich, dazu gehört auch eine attraktive Ausbildung mit guten Rahmenbedingungen. Wichtig ist aus Sicht der Arbeitskreise, dass eine fachlich fundierte Weiterentwicklung der Pflegeberufe erfolgt, die vorrangig den Anforderungen an eine qualitativ hochwertige pflegerische Versorgung der Menschen gerecht wird. Die Ausbildungsqualität darf nicht verloren gehen. Die bisher bekannt gewordenen Überlegungen werden (nach Auffassung ver.di-Bundesarbeitskreise Pflegelehrer/innen und Praxisanleiter/innen) diesen Anforderungen aus zahlreichen Gründen nicht gerecht, sondern scheinen vielmehr motiviert, eine politische Lösung zu finden. Dies dient aber nicht den zukünftigen Auszubildenden.
Link zur Stellungnahme

Homosexuelle haben oft Angst vorm Pflegeheim                                                    (21.04.2017)

Respekt vor dem Einzug ins Pflegeheim hat jeder. Dass die Angst davor bei Menschen, die Homosexuell sind, noch stärker ausgeprägt ist, zeigen qualitative Umfragen des Projekts „Gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Pflege im Alter“ (GLEPA), das vom Berliner Institut für Angewandte Forschung (IFAF) gefördert wird. Von Juli 2015 bis Juli 2017 erforschen hierbei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Alice Salomon Hochschule und der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin die besonderen Herausforderungen des Alters und der Altenpflege von Menschen mit gleichgeschlechtlicher Orientierung.
"Die Generation, die im Moment in das pflegebedürftige Alter kommt, ist noch mit dem Paragrafen 175 groß geworden. Viele haben Angst, erneut Ausgrenzung zu erfahren, und davor, im Alter zunehmend von Dritten abhängig zu werden", wird Ralf Lottmann von der ASH vom "Tagesspiegel" zitiert. Nach dem Paragrafen 175 wurden sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts noch bis 1994 offiziell unter Strafe gestellt.
Die Fachhochschule St. Gallen, hat bereits eine Studie zum Thema: "Sensibilisierung stationärer Alters‐ und Pflegeeinrichtungen im Umgang mit LGBTI‐ sowie HIV+/aidskranken Klient*innen" durchgeführt und in 2016 veröffentlicht.

Hohe Dunkelziffer: Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
                                      beklagt eine Zunahme der Übergriffe pflegebedürftigen Menschen
                                      gegenüber Pflegenden                                                            (20.04.2017)

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) geht von einer hohen Dunkelziffer bei Übergriffen von pflegebedürftigen Menschen gegenüber den Pflegenden aus.
Weil es sich oft um tabuisierte Themen, wie sexuelle oder rassistische Übergriffe von pflegebedürftigen Menschen auf Mitarbeiter handele, würden viele Übergriffe nicht gemeldet sagte BGW-Psychologin Claudia Vaupel.
"Es sind nicht immer spektakuläre Fälle, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter belasten", so Vaupel. Vielmehr komme es auf das "innere Erleben" der Pflegekräfte an. Zudem gingen manchen Aggressionen längere Entwicklungsphasen voraus, sodass die Betroffenen teils sich selbst für das Verhalten der pflegebedürftigen Menschen verantwortlich machten. Andere würden aus Angst vor Jobverlust nichts sagen.
Die BGW registrierte für das Jahr 2015 hochgerechnet rund 1.430 Arbeitsunfälle in Altenpflegeeinrichtungen und Kliniken, die durch Gewalt, Angriff oder Bedrohung verursacht wurden und eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen nach sich zogen.

 

Wohnen und Pflegebedürftigkeit im Alter im fremden Land      (18.04.2017)

Einstellungen zu Pflegebedürftigkeit und Wohnalternativen für pflegebedürftige türkische Migranten untersuchte eine Studie des Institutes Arbeit und Technik (IAT/Westfälische Hochschule), in der gemeinsam mit dem Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) für den GKV-Spitzenverband erstmals ein repräsentativer Datenbestand zum Thema erhoben wurde. Eine Erkenntnis der Studie: Bei „den älteren Türken" handelt es sich keineswegs um eine homogene Gruppe - das Spektrum der Ansichten streut tendenziell hinsichtlich des Bildungsniveaus, der Integration in die Mehrheitsgesellschaft, der Religiosität, der Akzeptanz außerfamiliärer Unterstützung im Alter und anderen Aspekten.
Download der Studie.

Pflegeausbildung: Kompromiss wirft neue Fragen auf              (18.04.2017)

Das Bündnis für Altenpflege hat zum Kompromiss der Koalitionspartner Stellung genommen. Es wird begrüßt, dass die Altenpflegeausbildung nicht abgeschafft werden soll. Allerdings lässt der Kompromiss aus Sicht der Bündnispartner entscheidende Aspekte völlig außer Acht. Sie fordern daher, dass vor der Einführung die Struktur, die Inhalte und die Finanzierung der Ausbildung zwingend geklärt sein müssen.
Auf acht Seiten legt das Bündnis detailliert dar, welche neuen Fragen der Kompromiss aufwirft, welche Probleme er übersieht und welche Risiken mit ihm einhergehen.
Hier das Papier des:  Bündnis für Altenpflege.

13 Auszubildende haben ihre  Altenpflegehilfeausbildung erfolgreich abgeschlossen (13.04.2017)

Herzlichen Glückwunsch!
Unser neuer Starttermin zur Altenpflegehelferin (einjährige Ausbildung) ist der 18.07.2017!!!

Berichterstattung Pflegeberufereform             (13.04.2017)

Inzwischen gibt es eine lebhafte Berichterstattung zum Kompromiss von SPD sowie CDU/CSU zur Pflegeberufereform. Richtige Begeisterung für den Kompromiss ist weder bei den Befürwortern noch bei den Gegnern des Pflegeberufereformgesetzes aufgekommen.Die jetzige Entwicklung zeigt, dass nunmehr auch deutliche Kritik an dem Vorhaben von den bisherigen Befürwortern geäußert wird.
Mehr zum Thema sowie Auszüge der Reaktionen.

Pflegeberufegesetz: Koalition einigt sich auf umstrittenen Kompromiss      (10.04.2017)

Ein wenig überraschend haben sich Vertreter von CDU/CSU und SPD auf einen Kompromiss für das Pflegeberufegesetz geeinigt. Denn lange Zeit war das von eingebrachte Gesetz auf erheblichen Widerstand gestoßen.
Die Einigung zum Pflegeberufegesetz beinhaltet eine Mischung aus Generalistik und fachlicher Spezialisierung. So soll es für alle Pflegeberufe zunächst eine zweijährige gemeinsame Ausbildung in allen Pflegeschulen geben. Anschließend können die Auszubildenden wählen, ob sie sich weiter in der generalistischen Pflege zur Pflegefachkraft ausbilden lassen wollen oder sich für eine einjährige Spezialisierung zur Alten- oder Kinderkrankenpflege entscheiden. Für das Feld der Krankenpflege sieht der Reformvorschlag keinen eigenen Berufsabschluss vor.
Allerdings sind viele Fragen offen und es kann zu nicht überschaubaren Umsetzungsproblemen kommen. Daher müssen alle Expertinnen und Experten sowie Fachverbände ausreichend Zeit bekommen, den bislang noch nicht vorliegenden neuen Gesetzentwurf und die dazugehörigen Verordnungen zu prüfen.
Dabei liegt der Teufel im Detail, deshalb ist es zwingend notwendig, dass die zuständigen Ministerien die entsprechende Verordnung, in der die konkrete Ausgestaltung der Ausbildungsinhalte und -abläufe und der Finanzierung festgelegt wird, vorlegen.
Mit Blick auf die Herausforderungen einer wachsenden Zahl von Pflegebedürftigen in Deutschland ist die Altenpflegeausbildung zu wichtig, um sich mit einem rein politischen Kompromiss zufrieden zu geben.Ein Rückgang der Ausbildungszahlen gilt es um jeden Preis zuverhindern.

Weiter bundesweit wachsende Zahlen in der Altenpflegeausbildung          (05.04.2017)

Der heute vom Bundeskabinett beratene Berufsbildungsbericht 2017  macht erneut deutlich, dass die Zahlen in der Altenpflegeausbildung weiter wachsen, während sie in der Gesundheits- und Krankenpflege leicht rückläufig sind. In der Gesundheits- und Krankenpflege lag die Zahl der Auszubildenden im Schuljahr 2015/2016 bei 63.611 und ist damit gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig (64.022 bzw. -0,6 %). Die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler in der Altenpflegeausbildung ist nach den Daten der Schulstatistik im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich um 1.766 bzw. 2,7 % auf insgesamt 68.051 angestiegen. Die Zahl der Neueintritte in eine Altenpflegeausbildung ist mit 23.612 im Vergleich zum Vorjahr wiederum um 299 bzw. 1,3 % gestiegen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in der Schulstatistik die zunehmenden Eintritte in eine verkürzte Altenpflegeausbildung nicht berücksichtigt werden. Nach den vorliegenden Meldungen der Länder ist für das Schuljahr 2015/2016 von bundesweit 27.246 Eintritten in eine Altenpflegeausbildung auszugehen.

Der Film "Ü100" startet am 6. April in den deutschen Kinos (04.04.2017)   

Sie sind mutig…

Sie sind witzig…

Sie sind weise…

Sie sind über 100                                                                                    

Filmemacherin Dagmar Wagner hat acht Menschen besucht, die zwischen 101 und 104 Jahren alt sind, und mit ihnen bzw. über sie einen einfühlsamen Dokumentarfilm gedreht. Die Trägerin des Bayerischen Filmpreises spricht mit ihnen über ihr Lebensgefühl, ihren Dialog mit Gott und über Fußball.
 

Kein Stress mit dem Stress - In der Pflege (01.04.2017)

Wer in der Altenpflege tätig ist, hat sich für ein sinnstiftendes, aber auch forderndes Berufsfeld entschieden. Die Nähe zu den Menschen und die enge Zusammenarbeit im Team machen den Pflegeberuf für viele zu einer erfüllenden Arbeit. Zugleich stellen unregelmäßige Arbeitszeiten, fehlende erholungswirksame Freiphasen und emotional fordernde Beziehungsarbeit tagtäglich hohe Ansprüche.
Das Bundesarbeitsministerium (BMAS) hat jetzt eine kostenlose Broschüre mit dem Titel "Kein Stress mit dem Stress. Lösungen und Tipps für ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen" herausgegeben. Die Publikation zeigt auf, was man in Einrichtungen zum Schutz der psychischen Gesundheit der Beschäftigten in der Pflege tun kann.
Die Broschüre wurde durch das Projekt "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt" (psyGA) gemeinsam mit dem BGF-Institut entwickelt. Ab sofort kann sie unter www.psyga.info/pflege kostenlos bestellt werden.

Weitere Verwirrung beim Pflegeberufereformgesetz (30.03.2017)

Die geplante Neuordnung der Pflegeausbildung könnte doch noch vor der parlamentarischen Sommerpause verabschiedet werden, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann heute.
Die gesundheitspolitischen Experten der Koalitionsfraktionen, Georg Nüßlein (CSU) und Karl Lauterbach (SPD), hatte einen Kompromiss erarbeitet. Am Dienstag hatte es kurzzeitig nach einer Verständigung ausgesehen.Demnach sollten alle drei Berufsbilder zunächst bestehen bleiben. Die künftigen Auszubildenden der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung wären generalistisch ausgebildet worden. Die Auszubildenden der Kinderkrankenpflege und der Altenpfleger hätten für zwei Jahre an einer integrierten Ausbildung teilgenommen. Anschließend hätten sie sich entweder für eine Spezialisierung entscheiden können oder weiter in der generalistischen Ausbildung bleiben können. Zu der Vereinbarung fehlte jedoch die Zustimmung der SPD-Fraktion.
Unions-Fraktionsvorsitzender Volker Kauder (CDU) hatte nach der Sitzung des Koalitionsausschusses am 29.03.2017 darauf verwiesen, dass das Thema im Ausschuss nicht besprochen worden sei und sich die Fraktionen darauf einigen sollten.
Grünen-Politikerin Scharfenberg forderte die Koalitionsfraktionen auf, zumindest die geplante Schulgeldbefreiung für Auszubildende in der Altenpflege, die Einführung einer Ausbildungsumlage und den Ausbau der Akademisierung der Pflegeberufe umzusetzen. Nordrhein-Westfalens Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) sagte: „Alles, was die Qualität der Ausbildung und die Quantität der Auszubildenden steigert, ist ein Schritt in die richtige Richtung.“ Wenn  die Pflegeberufereform in einen Kompromiss münde, der die drei Pflegeausbildungen stärkt, aber die Kinderkrankenpflege und die Altenpflege als eigenständige Berufsabschlüsse erhalte, könnten die Risiken der bisherigen Reformvorschläge wie die Gefährdung von Ausbildungsplätzen und Fachkräftemangel vermieden werden.
Peter Dürrmann, Sprecher im Bündnis für Altenpflege kritisiert erneut, dass nach wie vor Ausbildungsinhalte völlig unklar sind und führt weiter aus : "Wir bleiben dabei, dass keine Pflegeausbildungsreform verabschiedet werden darf, bevor die Ausbildungsinhalte und entsprechenden Verordnungen bekannt sind. Das war uns so zugesichert worden – und davon werden wir auch nicht abrücken!"

Neue Datenbank zur Pflegeforschung: Wissen erschließen und vernetzen (30.03.2017)

Die Forschungslandschaft im Bereich Pflege und Versorgung älterer, hilfebedürftiger Menschen in Deutschland ist vielfältig, aber schwer überschaubar. Bisher fehlte eine zentrale Übersicht, die diese Arbeiten systematisch und detailliert abbildet. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat daher heute eine neue, frei zugängliche und deutschlandweit einmalige Online-Datenbank mit aktuell über 900 Forschungsprojekten zum Thema veröffentlicht.
Die Forschungsdatenbank finden Sie unter forschungsdatenbank.zqp.de

Neues Verfahren zur Qualitätsprüfung und -darstellung (für die stationäre Pflege nach § 113 b SGB XI) kommt ein Jahr später als geplant

Erst im Jahr 2019 wird es ein neues Verfahren zur Prüfung und Darstellung der Pflegequalität in stationären Einrichtungen in Deutschland geben. Wie die Geschäftsstelle des Qualitätsausschusses Pflege jetzt mitteilte, ist der Auftrag zur Entwicklung entsprechender Instrumente vergeben worden. Den Zuschlag erhielten als Bietergemeinschaft das Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld (IPW) und das Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitssystem (AQUA-Institut) mit Sitz in Göttingen. Die jeweiligen Wissenschaftler sollen bis zum Frühjahr/Sommer 2018 ein von Indikatoren gestütztes Verfahren zur vergleichenden Messung und Darstellung der Qualität für die stationären Pflegeeinrichtungen entwickeln. Bis zur praktischen Umsetzung werden dann noch einige Monate vergehen. Der Zeitplan ist mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) abgestimmt.

221. Sitzung vom 09.03.2017. TOP 10 + ZP 9: Personalbemessung in der Altenpflege von Deutscher Bundestag

Die Sitzung kann in der Serie des Podcasts Plenarsitzungen verfolgt werden (Dauer: 00:46:08 Personalbemessung in der Altenpflege). Link zur Plenarsitzung - Video Podcasts  

Broschüre zur Verbraucherschlichtung im Heim

Kam es bei einer vertraglichen Meinungsverschiedenheit zu keiner einvernehmlichen Lösung, wurde bisher vor Gericht gestritten – ein oft aufwändiges und teures Verfahren.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) hat in Zusammenarbeit mit der Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen eine vom Familienministerium und Finanzministerium finanzierte Broschüre erstellt, die das neue Schlichtungsverfahren darstellt und dessen Möglichkeiten aufzeigt.

Eine Loby dür die Pflege - Arbeitsbedingungen und Mitspracherecht von Pflegekräften verbessern (Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) 

Ob in Pflegeheimen, bei Pflegediensten oder in Krankenhäusern – qualifizierte Pflegekräfte fehlen in Deutschland und werden händeringend gesucht. Das verschlechtert die Arbeitsbedingungen für das Personal und kann die Versorgung der Pflegebedürftigen beeinträchtigen. In der Zukunft wird sich die Lage weiter zuspitzen, wenn nicht bald die richtigen Weichen gestellt werden. Die Grünen im Bundestag haben deshalb diese Woche den Antrag „Eine Lobby für die Pflege – Arbeitsbedingungen und Mitspracherechte von Pflegekräften verbessern“ in den Bundestag eingebracht.

Koalitionsgipfel wegen Krankheit Seehofers abgesagt

Der für Dienstagabend geplante (07.03.2017) geplante Koalitionsgipfel von Union und SPD soll nach einem Bericht der «Rheinische Post» abgesagt werden. 
Die Koalitionschefs wollten darüber beraten, welche Gesetzesvorhaben trotz des Wahlkampfes bis zur Sommerpause noch umgesetzt werden sollen. Hier stand auch das Pflegeberufereformgesetz zur Disposition. Grund für die Absage ist demnach, dass CSU-Chef Horst Seehofer erkrankt ist. Wann das geplante Treffen von Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel, Seehofer sowie des Vizekanzlers Sigmar Gabriel (SPD) und des designierten SPD-Parteichefs Martin Schulz stattdessen stattfinden soll, ist den Angaben zufolge noch unklar.

Ministerin Barbara Steffens: Geplante Reform der Pflegeberufe (generalistische Pflegeausbildung) wird Personalnotstand in der Altenpflege nicht verringern, sondern vergrößern

NRW-Pflegeministerin Barbara Steffens warnt erneut davor, die von der Bundesregierung geplante Reform der Pflegeberufe in der bisher geplanten Gesetzesfassung zu beschließen. „Diese Reform wird den Pflegenotstand gerade im Bereich der Altenpflege weiter verschärfen, anstatt hier Abhilfe zu schaffen. Wer das Gegenteil behauptet, spielt aus berufs-oder parteipolitischen Gründen mit der sichern Versorgung der älteren Menschen in unserem Land. Schon heute gibt es in vielen Bereichen der Altenpflege sowie der Krankenpflege einen Fachkräftemangel. Und dass, obwohl auch heute schon ausgebildete Krankenpflegefachkräfte in jedem Pflegeheim und bei jedem mobilen Pflegedienst, mit Kusshand‘ empfangen würden und auch Altenpflegefachkräfte mit der heutigen Ausbildung in den Krankenhäusern beschäftigt werden. Aus dem Mangel in beiden Bereichen wird alleine durch eine Zusammenlegung nicht weniger Mangel, er kann sich lediglich zwischen den Bereichen verschieben.“
Steffens hält die konkret geplante Umsetzung der Berufe-Reform für gefährlich:

„Gerade in NRW haben die vergangenen Jahre gezeigt, wie attraktiv die Ausbildung zur Altenpflegefachkraft ist. Denn seit Einführung einer Umlagefinanzierung ist es hier gelungen, die Ausbildungszahlen von rund  10.000 auf rund 18.300 zu erhöhen.

 Der große Erfolg der NRW-Altenpflegeausbildung beruht vor allem darauf, dass die Ausbildungsbetriebe nicht mehr auf den Kosten der Ausbildung sitzen bleiben, sondern die Kosten vollständig auf alle Betriebe verteilt werden. Das will das neue Bundesgesetz ändern, so dass Ausbildung wieder zu einer Kostenbelastung für die Unternehmen und damit zu einem Wettbewerbsnachteil wird. Das gefährdet in NRW - nicht nur nach Einschätzung der Arbeitgeberverbände - massiv Ausbildungsplätze. Ich bin eigentlich nur noch fassungslos, wie beratungsresistent sich hier gerade die Bundesministerien zeigen, wo doch gerade Bundesgesundheitsminister Herman Gröhe selbst aus NRW kommt.
Aber auch die von vielen behauptete Unattraktivität der Altenpflegeausbildung ist vor dem Hintergrund dieser Ausbildungsplatzsteigerungen ein Märchen. Dagegen stagnieren die Ausbildungszahlen in der angeblich viel attraktiveren Krankenpflege seit Jahren trotz einer ausreichenden Zahl (auch unbesetzter) Ausbildungsplätze. Die Wahrheit ist, dass sich viele ganz bewusst für die Altenpflegeausbildung entscheiden. Diese Menschen kommen heute in der Krankenpflegeausbildung nicht an und wie eine Studie des BIPP* gezeigt hat, werden sie auch vor einer generalistischen Ausbildung eher zurückschrecken. Damit geht uns ein riesiges Potential an jungen Menschen verloren, die heute mit einer abgeschlossenen Altenpflegeausbildung hoch qualifizierte Fachkräfte in der Altenpflege werden und hier eine sichere berufliche Zukunft haben. Auf diese Menschen zu verzichten oder sie in weniger qualifizierte und schlechter bezahlte Helferjobs abzudrängen, wäre mehr als fahrlässig.“
Pressemitteilung Ministerin Barbara Steffens

Interkulturelle Kompetenz Deutschland-Russland
20 Critical Incidents mit Lösungsmustern

Der W. Bertelsmann Verlag zeigt anhand von 20 Praxisbeispielen, wie Stolpersteine in deutsch-russischen Begegnungen überwunden werden können. Die CIs fördern Empathie, die Fähigkeit zum Perspektivwechsel und führen zu neuen Sichtweisen in deutsch-russischen Kontakten.
Thematisiert werden Fragen der Gastfreundschaft und Willkommenskultur, des Ausdrucks von Ärger und Kritik, Handlungsabläufe, die Zusammenarbeit im Beruf, Fremdbilder, sprachliches Verstehen und der Umgang mit Sprachhürden.

Zum kostenlosen Download auf wbv Open Access

Pflege ist wichtiges Thema für die Bundestagswahl 2017

„Ob Fachkräftemangel oder fehlende Qualität in den Heimen: Fast jeder Zweite in Deutschland macht seine Wahlentscheidung im Herbst vom Umgang der Parteien mit dem Thema Pflege abhängig“, berichtet der Tagesspiegel Berlin.

Das Thema Pflege kann bei der Bundestagswahl eine erhebliche Rolle spielen. 43 Prozent der Deutschen sehen die Versorgung älterer hilfebedürftiger Menschen als sehr wichtig dafür an, wie sie am 24. September ihren Stimmzettel ausfüllen wollen. In der für den Wahlausgang besonders maßgeblichen Altersgruppe 50+ sind es sogar 53 Prozent an. Dies ergab eine repräsentative Bevölkerungsbefragung der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP).

Viele zweifeln offenbar an der Pflegequalität in Deutschland. Zwar glaubt fast die Hälfte der Befragten (42 Prozent), die Pflege in der Bundesrepublik sei gut oder sehr gut. Die Mehrheit allerdings (55 Prozent) hält die Pflegequalität für weniger gut oder sogar schlecht. Personen mit persönlicher Pflegeerfahrung sind hier mindestens genauso kritisch (59 Prozent). Entsprechend wird Handlungsbedarf bei den Rahmenbedingungen in der Pflege gesehen. In erster Linie betrifft das die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege (71 Prozent). 42 Prozent der Befragten glauben, dass pflegende Angehörige dringend besser unterstützt werden müssen.

DGPPN veröffentlicht Forderungen zur Bundestagswahl 2017
Parteien sollen psychische Erkrankungen ernst nehmen

Die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit psychischen Erkrankungen in allen Bereichen der Gesellschaft berücksichtigen – das ist die zentrale Forderung, welche die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) an die Politik stellt.
Die dringendsten Handlungsfelder auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit hat die (DGPPN) in einem Positionspapier zur Bundestagswahl 2017 umris­sen. „Die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit psychischen Erkrankungen in allen Be­reichen der Gesellschaft berücksichtigen“, lautet die zentrale Forderung der Fach­ge­sell­schaft an die Politik.

Studie: Eine Handreichung zur medizinischen und pflegerischen Versorgung von älteren MigrantInnen (Care for Elderly Migrants - Yaşlı göçmenler için bakım - Pflege für ältere Migranten)

Im Projekt „CarEMi“ (Care for Elderly Migrants - Yaşlı göçmenler için bakım - Pflege für ältere Migranten) haben Wissenschaftlerinnen am Institut für Soziologie der Universität Tübingen untersucht, ob es kulturell bedingte Besonderheiten gibt, die bei der Altenpflege von Migrantinnen und Migranten Beachtung finden sollten. Dabei wurde deutlich, dass Migranten oft schlecht über Angebote informiert sind und Nachholbedarf bei der Verständigung und kulturspezifischem Grundwissen von Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegekräften besteht.
Die Handreichung richtet sich an ÄrztInnen, aber auch an Pflegekräfte, die längerfristig in die medizinische/­pflegerische Begleitung von älteren türkischen und türkischstämmigen Menschen eingebunden sind. Generell soll sie jedoch allen Personen nützlich sein, die mit dieser Patientengruppe zu tun haben, wie bspw. Medizinische Fachangestellte, Ehrenamtliche, also alle, die in der Versorgung von MigrantInnen, aber auch von Geflüchteten tätig sind und/­oder sich für das Thema interessieren.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) kritisiert politischen Umgang mit Pflegereform

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) hat einen offenen Brief an Regierungsvertreter von CDU, CSU und SPD formuliert, in dem sie die künftige qualitative Pflege von Kindern mit dem Pflegeberufereformgesetz als gefährdet beurteilen. Die Unterzeichner des Schreibens fordern daher eine sachliche und fachorientierte Prüfung der Reform.

Sexualität und Demenz

Unter dem Titel "Sexualität und Demenz" hat "Pro Familia", die Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung, eine Broschüre für Angehörige und Pflegekräfte herausgegeben. Die Schrift widmet sich Problemen, möglichen Ursachen und Strategien zum Umgang mit Demenzkranken und deren sexuellen Bedürfnissen.

Die Broschüre Sexualität und Demenz richtet sich sowohl an Angehörige als auch Pflegekräfte. Sie möchte die Gründe für bestimmte sexuelle Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz verständlich machen und deutlich machen, wie wichtig Sexualität auch für das Wohlbefinden dementiell erkrankter Menschen ist.

Der Deutsche Berufsverband für Altenpflege (DBVA) fordert Fakten statt Fake News

Der Deutsche Berufsverband für Altenpflege hat dazu aufgerufen, in der Diskusion über die Weiterentwicklung des Altenpflegeberufes und seiner Ausbildung auf irreführende oder nicht belegte Aussagen zu verzichten.
Vor dem Hintergrund der Diskussion um so genannte Fake News hat der DBVA dazu aufgerufen, über die Weiterentwicklung des Altenpflegeberufes und seiner Ausbildung eine auf Fakten basierte Diskussion zu führen und auf irreführende oder nicht belegte Aussagen zu verzichten.
So führten Befürworter der Generalistik immer wieder eine angeblich hohe Abbrecherquote in der Altenpflegeausbildung ins Feld. "Wer das für Nordrhein-Westfalen behauptet, missachtet nicht nur die gerade erhobenen Zahlen, sondern auch das Engagement und die Leistung der Auszubildenden und Ausbilder an den Lernorten der Praxis und Theorie", so DBVA-Bundesvorstandsmitglied Bodo Keissner-Hesse aus Mettmann in Altenpflege-Online.

Pflegende bleiben ihrem Beruf größtenteils treu

Die Gesundheits- und Pflegeberufe klagen zwar über Fachkräftemangel - doch wer den Beruf einmal gelernt hat, bleibt in vielen Fällen auch in seinem Beruf treu. Das berichtet das Magazin "Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis" (Ausgabe 1/2017) des Bundesinstituts für Berufsbildung Erwerbspersonen, die einen Pflege- oder Gesundheitsberuf erlernt haben,  wechseln im Vergleich zu anderen Berufsfeldern seltener ihren Beruf. 2013 lag die Stayer-Quote* bei 74,4 Prozent. Dies ist im Vergleich mit der durchschnittlichen Stayer-Quote von etwa   46,7 Prozent vergleichsweise hoch. Nur in den Sicherheitsberufen (79,3 %),   Gesundheitsberufen mit Approbation (83,8 %) und sozialen Berufen (76 %) war sie noch höher.
Laut BIBB zeige die sehr hohe Stayer-Quote, dass es neben Maßnahmen, um das bestehende Personal zu halten, besonders lohnenswert sei, in diesem Bereich auszubilden. Denn ein Großteil der Ausgebildeten würde im Berufsfeld bleiben, so Caroline Neuber-Pohl, wissenschaftliche Mitarbeiterin im BIBB-Arbeitsbereich "Qualifikation, berufliche Integration und Erwerbstätigkeit.
(Bei den Erwerbspersonen wird differenziert nach Erwerbspersonen im erlernten Beruf und Erwerbspersonen im ausgeübten Beruf. Aus   der Differenz dieser beiden Werte wird die Stayer-Quote (also der Verbleib derjenigen, die auch im erlernten Beruf tatsächlich tätig sind) ermittelt.)

Landesberichterstattung  Gesundheitsberufe  Nordrhein-Westfalen 2015

Zusammenfassung der zentralen Aussagen aus der:

  • Landesberichterstattung  Gesundheitsberufe  Nordrhein-Westfalen 2015  (Wissenschaftliche Beratung und Ausführung: Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. Köln) zur aktuellen Ausbildungssituation in der Pflege und der kontrovers diskutierten Einschätzung der „generalistischen Pflegeausbildung“.

Bildwörterbuch  der Deutsch-Arabisch  Freundschaftsgesellschaft e.V. (DAFG)

Häufig funktioniert das Ankommen und Einleben von Menschen, die ihre Heimat wegen Krieg, Verfolgung, Naturkatastrophen oder anderer Notsituationen verlassen mussten, ganz wunderbar – einfach non-verbal, mit Händen und Füßen, ausgedrückten Informationen und Emotion. Das gelingt durch Achtsamkeit und mit viel Herzlichkeit. Also dem, was Menschlichkeit ausmacht.
Viele Helfer und Flüchtlinge möchten aber darüber hinaus gerne schnell ihr Gegenüber "sprachlich" verstehen, um auch hier in Interaktion treten zu können.
Dafür hat die DAFG - Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. das Projekt eines Bildwörterbuchs gestartet, das insgesamt über 250 Begriffe aus Themengebieten wie beispielsweise Berufe, Essen und Trinken, Gesundheit, Hygiene, Infrastruktur, Lebensmittel und vieles mehr beinhaltet. Hierdurch leistet die DAFG e.V. einen wichtigen Beitrag, die Interaktion zwischen Helfern und arabisch sprechenden Menschen zu vereinfachen.
Auf der HP der DAFG finden Sie Hinweise, wie die Bildwörterbücher funktionieren und darüber hinaus stehen hier die gesammelten Karteikarten als PDF-Datei zum kostenlosen Download und zur freien Verwendung zur Verfügung.

 

Holocaust-Gedenktag/ Holocaust Remembrance Day

 

Der „World Jewish Congress“ (WJC) startet zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar eine besonderen Aktion: Jeder, der ein Zeichen der Erinnerung an die Ermordung von Millionen Juden setzen will, ist aufgerufen, ein Selfie von sich selbst zu machen und ins Netz zu stellen.
Auf dem Selfie ist die jeweilige Person mit einem Blatt und der Aufschrift „I remember“ zu sehen.
6 Millionen Fotos sollen bis zum 24. April, dem israelischen Gedenktag des Holocausts (Yom HaShoah), zusammenkommen.
Unter dem folgenden Link können Sie ihr Foto auch auf die Seite des World Jewish Congress posten:  http://www.worldjewishcongress.org/en/weremember

Jobmotor Pflege

Das Gesundheitswesen in NRW ist nach wie vor auch ein wichtiger Jobmotor in NRW. Mit rund 512.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind inzwischen acht Prozent aller sozialversicherungspflichtig beschäftigten Menschen in NRW in diesem Sektor tätig, davon allein 322.600 in der pflegerischen Versorgung.
Das geht aus der aktuellen Landesberichterstattung Gesundheitsfachberufe 2015 hervor.
„Obwohl immer mehr Menschen pflegebedürftig sind, haben wir in NRW gegen den Fachkräftemangel im Gesundheitsbereich deutliche Erfolge erzielt“, erklärte Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens anlässlich der Veröffentlichung des Berichts durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA). „So haben wir mit Einführung der Umlagefinanzierung bei der Altenpflegeausbildung die Zahl der Auszubildenden um rund 80 Prozent gesteigert“, so Steffens weiter.
Angesichts einer kontinuierlich steigenden Zahl an Pflegebedürftigen bleibt insbesondere der Bereich der ambulanten, sowie der teil- und vollstationären Pflege auf Wachstumskurs. Im Bereich der ambulanten Pflege ist die Zahl der Einrichtungen und der Beschäftigten besonders stark gestiegen. Seit 2013 hat hier eine Steigerung um 4.800 Beschäftigte der Pflegeberufe stattgefunden. Aktuell beschäftigt die ambulante Pflege in NRW 41.112 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in den Pflegeberufen. Dabei ist der Frauenanteil mit etwa 93 Prozent weiterhin hoch. Es zeigt sich: die ambulante Pflege ist primär ein Jobmotor für Frauen. Dem entspricht auch die hohe Teilzeitquote von 65,5 Prozent.
Im Bereich der Altenpflegeausbildung ist es durch die Einführung der Altenpflegeumlage im Jahr 2012 gelungen, die Zahl der landesgeförderten Ausbildungsplätze im Zeitraum von Januar 2012 bis Dezember 2016 um über 80 Prozent auf rund 18.300 zu steigern.
 

Pflegeexperte Rüddel: "Wichtig ist eine Reform, die die Pflege stärkt!"

Der Pflegeexperte der Unionsfraktion Erwin Rüddel führt im Interview mit der Ärzte Zeitung aus, dass die Reform der Pflegeberufe nur zu retten sei, wenn die Befürworter der Generalistik Bedingungen akzeptieren.

Es gehe nicht um die Frage pro oder kontra Generalistik. Ziel sei vielmehr eine hochwertige und attraktive Ausbildung. „Wir sollten das Risiko vermeiden, die bestehenden Strukturen völlig aufzugeben, ohne zu wissen, welche Folgen das für die einzelnen Pflegebereiche und letztlich für die Pflegebedürftigen haben wird"…„ Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen in der Altenpflege brummt derzeit förmlich. Ich befürchte, dass dieser Trend durch die geplante Generalistik gebremst werden könnte.“, so Rüddel weiter.

Erste erfolgreiche Zertifizierung von Rettungsdienstmitarbeitern im Kreis Mettmann

Im Rahmen der ersten 30-Std. Fortbildung im Rettungsdienst (gemäß § 5 RettG Nordrhein-Westfalen) im Jahr 2017 fand auch zum ersten mal eine Zertifizierung der teilnehmenden Mitarbeiter des Rettungsdienstes im Kreis durch die ärztliche Leitung des Rettungsdienstes statt.
Dabei stellten sich die Kollegen des Rettungsdienstes einer schriftlichen Überprüfung, die mit mind. 75% bestanden werden musste, sowie der erfolgreichen Bearbeitung eines Praxisbeispiels. Überwacht wurde die erste Zertifizierung durch den stellvertretenden ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Mettmann, Hr. Dr.med. Mark Michael.
Alle 18 Kandidaten haben die erste Zertifizierung an der Bildungsakademie erfolgreich bestanden und konnten die entsprechende Bescheinigung mit nach Hause nehmen.
Herzlichen Glückwunsch!
Für das Jahr 2017 sind weitere 40 Überprüfungen geplant. Weitere Informationen erhalten sie von Herrn John Bastian Etti etti@bildungsakademie-mettmann.de.

Neues Internetportal des Kreisintegrationszentrums Mettmann

Die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ist dem Kreis Mettmann ein großes Anliegen. Bereits im Jahr 2007 hat der Kreis deshalb einen eigenen Fachbereich Integration eingerichtet. Ein Jahr später ging die erste Homepage mit Informationen für Migranten an den Start.
Zwischenzeitlich hat sich durch den Zustrom der Flüchtlinge in unserer Gesellschaft viel verändert. Rechtliche Bedingungen und die Gesetzeslage wurden angepasst, aber auch das Spektrum der Unterstützungsbedarfe ist breiter geworden. "Es ist eine große Herausforderung, Menschen, die unsere Sprache nicht sprechen, aus einem anderen Kulturkreis stammen und darüber hinaus Fluchterfahrung haben, in unsere Gesellschaft zu integrieren", so Kreisdirektor Martin Richter.
Behörden, Institutionen, Verbände, Vereine, aber auch viele ehrenamtlich engagierte Männer und Frauen haben sich der Herausforderung gestellt und bieten ihre Hilfe an.
Dementsprechend hat das Kreisintegrationszentrum seine Homepage komplett überarbeitet und wartet jetzt in neuem Layout und unter dem neuen Namen www.integration-me.de mit aktualisierten Inhalten auf.

VdK: Situation von Pflegebedürftigen, von Pflegenden und Angehörigen muss weiter verbessert werden

Zur veröffentlichten Pflegestatistik des Statistischen Bundesamts erklärt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland:
„Die Baustelle Pflege ist trotz der eingeleiteten Reformvorhaben noch nicht geschlossen. Die Situation von Pflegebedürftigen, von Pflegenden und Angehörigen muss in Deutschland vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft weiter verbessert werden. Vor allem der Stärkung von Prävention muss oberste Priorität in der Pflegepolitik eingeräumt werden. Es ist belegt, dass sich durch Prävention und Rehabilitation bei vielen älteren Patienten die Pflegebedürftigkeit vermeiden oder hinausschieben lässt.“ Deshalb forderte die Präsidentin den Ausbau von Entlastungsangeboten, regionalen Pflegestützpunkten sowie das Schaffen finanzieller Rahmenbedingungen, damit Pflegebedürftigkeit nicht zu Altersarmut führe.
Um dem Personalmangel etwas entgegenzusetzen, sei eine Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufs notwendig, so Mascher weiter. Hier seien Altenhilfeträger, Kostenträger und die Politik gleichermaßen gefordert. Zur Pressemitteilung des VDK.

Zahl der Pflegebedürftigen steigt deutlich

Die Zahl der Pflegebedürftigen ist von 2013 bis 2015 erneut deutlich angestiegen. Das geht aus der „Pflegestatistik 2015“ hervor, die das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag veröffentlicht hat. Im Dezember 2015 waren in Deutschland 2,86 Millionen Menschen pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hat die Zahl der Pflegebedürftigen im Vergleich zum Dezember 2013 um 234 000 (+ 8,9 %) zugenommen.

83 % der Pflegebedürftigen waren 65 Jahre und älter, mehr als ein Drittel (37 %) war mindestens 85 Jahre alt. Die Mehrheit der Pflegebedürftigen war weiblich (64 %).

Annähernd drei Viertel (73 % oder 2,08 Millionen) aller Pflegebedürftigen wurden zu Hause versorgt. Davon wurden 1,38 Millionen Pflegebedürftige in der Regel allein durch Angehörige gepflegt. Weitere 692 000 Pflegebedürftige lebten ebenfalls in Privathaushalten, sie wurden jedoch zusammen mit oder vollständig durch ambulante Pflegedienste versorgt. Gut ein Viertel (27 % oder 783 000 Pflegebedürftige) wurde in Pflegeheimen vollstationär betreut.

Im Vergleich mit Dezember 2013 ist die Zahl der in Heimen vollstationär versorgten Pflegebedürftigen um 2,5 % (+ 19 000) gestiegen. Bei der Pflege zu Hause ist die Zunahme mit + 11,6 % (+ 215 000 Pflegebedürftige) deutlich höher, was auch auf die Reformen der Pflegeversicherung zurückzuführen ist.

Die Statistik wird im Zwei-Jahres-Rhythmus erhoben.

bad fordert politisches Handeln: „Wer bessere Bezahlung von Pflegekräften will, muss Preis-Dumping bei Pflegeleistungen stoppen!“

Dem Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) reicht es nicht aus, ein Verständnis für eine schlechte Bezahlung von Pflegenden aufzubringen, ohne dagegen Taten folgen zu lassen. „Verständnis allein genügt nicht, um (…) das Vergütungs-Niveau von Pflegefachkräften merklich zu verbessern", sagte der erste Vorsitzende des bad, Andreas Kern, in einer Meldung. Er reagierte damit auf die Äußerung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, welche vor kurzem sagte: „Die Bezahlung ist immer noch so, dass viele sagen: 'Das ist nicht ausreichend' – und das kann ich auch verstehen."

„Zunächst muss man festhalten, dass viele Pflegeeinrichtungen schon heute Gehälter zahlen, die an der oberen Grenze des ihnen wirtschaftlich Möglichen liegen. Wer das derzeit nicht tut, hat ohnehin keine Chancen, auf dem hart umkämpften Markt Pflegefachkräfte zu bekommen oder zu halten. Somit werden die wenigen ,Lohnminimierer‘ mittelfristig zwangsläufig vom Markt verschwinden“, stellt Kern weiterhin fest.

Der bad forderte in seiner Meldung daher den Gesetzgeber dazu auf, sich zu einem angestrebten Stundenlohn zu positionieren und dann auch notwendige rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um diesen auch finanzieren zu können.

Das Lebensende ist Leitthema im Bundesgesundheitsblatt

Die Januar-Ausgabe des Bundes­gesund­heits­blatts greift das Thema Lebens­ende auf. Insgesamt 13 Beiträge bilden ein breites Spektrum medizinischer und gesell­schaft­licher Aspekten ab. So geht es zum Beispiel um die Implikationen neuer gesetzlicher Regelungen für die Praxis der palliativen Ver­sorgung, um die Frage, wie Sterben, Tod und Trauer in der Gesellschaft diskutiert werden und um die speziellen medizinischen Probleme am Lebens­ende. Ein Beitrag aus dem RKI stellt die Datenquellen zur Hospiz- und Palliativ­versorgung vor und gibt einen Über­blick über den aktuellen Stand der Palliativ­versorgung in Deutschland.
Ein Themen­block widmet sich den Jüngeren: etwa 50.000 Kinder, Jugend­liche und junge Erwachsene in Deutsch­land leben mit einer lebens­be­droh­lichen Erkrankung, an der sie wahrscheinlich vor Erreichen des 40. Lebens­jahres sterben werden.

„Werbespot" über einen Läufer in einer Pflegeeinrichtung liegt bei über 11 Millionen Klicks

Aus den Augen, aus dem Sinn: Wenn die alten und kranken Verwandten im Altenheim oder eine Pflegeeinrichtung untergebracht sind, denken viele Menschen nicht mehr an sie, an ihre Wünsche und Ängste. Als wären Oma, Opa, Tante und Onkel einfach verschwunden.

Das neue Video des Regiestudenten Eugen Merher von der Filmakademie Baden-Württemberg zeigt eindringlich, dass das ein Fehler ist. Es geht um die Geschichte eines Ex-Läufer: Im Heim denkt er über die gute alte Zeit und seine gelaufenen Marathons nach, eigentlich sollte es ein Werbevideo für Adidas werden.

Artikel lesen:   bento | YouTube Video ansehen (Adidas – Break Free)

 

Reform der Pflegeberufe darf niemand ausgrenzen

 

Rüddel, Irlstorfer: Bessere Bezahlung in der Pflege und mehr Pflegefachkräfte

Zu der Diskussion um eine Reform der Pflegeberufe erklären der der pflegepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erwin Rüddel, und der Berichterstatter für Pflegeberufe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erich Irlstorfer:

„ Bessere Bezahlung und mehr Pflegefachkräfte sollten das Ziel sein. Mit den Pflegestärkungsgesetzen I und III haben wir nun die Grundlagen dafür geschaffen, dass in der Altenpflege Tariflohn zum Standard werden kann.“ …“Wichtig ist, dass nach einer Reform deutlich mehr examinierte Pflegefachkräfte für eine gute Versorgung ausgebildet sind als heute - und die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen in der Altenpflege brummt derzeit förmlich. Dieser Trend darf nicht abgebremst werden. Wer heute einen Abschluss als examinierte Pflegekraft schafft, muss das im neuen System auch schaffen. Der demographische Wandel und die deutliche Ausweitung der Leistungen in der Pflegeversicherung führen ansonsten zu erheblichen Versorgungsproblemen in der Altenpflege.“

…“Derzeit haben auch viele Praktiker in der Pflege die Sorge, dass die Inhalte der Krankenpflege EU-bedingt die Reform dominieren. Mit viel Verhandlungsgeschick konnte erst in der letzten Legislaturperiode die EU-Initiative abgewendet werden, nur noch mit Abitur eine Pflegeausbildung beginnen zu können.“

… „Die Versorgungsprobleme könnten sich zusätzlich verschärfen, da die Pflegeberufe-Reform aus Sicht des GKV-Spitzenverbands Kosten in Höhe von mindestens 746 Millionen Euro jährlich zulasten der Pflegeversicherung verursacht. Die Reform muss aber zu einer Verbesserung der Versorgungssituation in der Altenpflege führen – statt zu einer Gefährdung der Altenpflege aus Mitteln der Pflegeversicherung!"
 

Gute Arbeit - Gute Pflege: Ein Kinospot gibt Pflegekräften ein Gesicht

Die Bildungsakademie bedankt sich für diesen guten Kinospot.

Studie DemenzMonitor

Im Laufe der letzten Jahre wurden zahlreiche Pflegekonzepte und Interventionsmaßnahmen entwickelt, die dazu beitragen sollen, die Pflege- und Lebensqualität von Menschen mit Demenz zu verbessern. Wie werden diese in der stationären Altenhilfe umgesetzt? Die Ergebnisse des DemenzMonitors, an der mehr als 50 Einrichtungen teilnahmen, gibt hierzu Hinweise.

Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) vergibt neues Qualitätssiegel für Einrichtungen der Altenhilfe, die besonders „Demenzsensibel“ arbeiten.

Mit dem neuen Siegel will die DGGPP, unterstützt vom Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW und dem Deutschen Berufsverband für Altenpflege (DBVA), betroffenen Menschen dabei helfen, eine geeignete Einrichtung für die Betreuung von an Demenz erkrankten Menschen zu finden. Einrichtungen, die sich für diese Auszeichnung bewerben, müssen nachweisen, dass bei ihnen eine demenzsensible, kompetente Pflege und Betreuung gewährleistet ist und darüber hinaus, dass die Einrichtung bereit ist, sich in dieser Richtung fachlich weiterzuentwickeln.

Mehr Geld für Pflegende

Am 1. Januar tritt die Pflege-Reform in Kraft. Das Wichtigste wurde vergessen, meint Kirsten Pape in ihrem Kommentar im Morgenecho im WDR 5: Mehr Geld für die Pflege-Kräfte!

Minister Gröhe will Pflegeberufe für Flüchtlinge öffnen

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will den massiven Mangel an Pflegekräften in Deutschland mit dem Einsatz von Flüchtlingen bekämpfen. "Hier ergeben sich Chancen für anerkannte Flüchtlinge. Wichtig ist, dass sie die Sprache ausreichend beherrschen und keine Abstriche bei der Qualifikation gemacht werden", sagte der CDU-Politiker "Rheinischen Post". Schon jetzt betrage der Anteil von Migranten in den Pflegeberufen rund 20 Prozent.

Gröhe verwies darauf, dass Flüchtlingen auch der Bundesfreiwilligendienst offensteht. Hier würden sich bereits jetzt anerkannte Asylbewerber einbringen. Zudem gebe es berufsspezifische Sprachkurse. "Warum sollen Flüchtlinge nicht auch qualifizierte Pflegeberufe erlernen, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen? Das kann eine gute Möglichkeit sein, sich beruflich zu integrieren", betonte der Minister