23.07.2019  Kaum neue Stellen in Pflegeeinrichtungen geschaffen           

Nach der Deutschen Stiftung für Patientenschutz, hat nun auch die Freie Wohlfahrtspflege NRW, die schleppende Umsetzung des Programms für mehr Stellen in der Altenpflege kritisiert.

Offener Brief der Freien Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen an Spahn:

Bisher seien kaum neue Kollegen durch die Spahn-Stellen dazugekommen, kritisiert die Freie Wohlfahrtspflege. Foto: Adobe Stock/auremar

 

Die Freie Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen kritisiert in einem offenen Brief an Gesundheitsminister Jens Spahn das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz, das den Einrichtungen 13.000 zusätzliche Pflegekräfte bescheren soll. Die Stellen sind aber bislang fast alle unbesetzt, weil das Gesetz an der Praxis vorbeigeht.

"Es ist ein guter Ansatz, mehr Stellen in den vollstationären Pflegeeinrichtungen zu schaffen, und das, ohne die Bewohner finanziell zu belasten", so der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in NRW, Christian Heine-Göttelmann. Allerdings sei davon auszugehen, dass zahlreiche Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen auf die Beantragung dieser Stellen verzichten werden. Auch rund acht Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes seien nur wenige konkrete Anträge gestellt worden und die Zahl der bereits erfolgten Bewilligungen sei verschwindend gering. Grund dafür ist Heine-Göttelmann zufolge, dass das Gesetz bis auf wenige Ausnahmen nur die Einstellung von Fachkräften zulässt und das Antragsverfahren einen enormen bürokratischen Aufwand verursacht. In einem Brief der Freien Wohlfahrtspflege an Minister Spahn legt die Arbeitsgemeinschaft Ideen für eine unbürokratische Umsetzung vor und fordert die Senkung der Hürden für die Anstellung von Hilfskräften. "Wir sind davon überzeugt, dass mit den Vorschlägen, die wir dem Minister vorgelegt haben, das vom Gesetzgeber angestrebte Ziel einer Verbesserung der Personalsituation in vollstationären Pflegeeinrichtungen besser erreicht werden kann", zeigt sich Heine-Göttelmann optimistisch. Die Landesarbeitsgemeinschaft ist ein Zusammenschluss von Caritas, Diakonie, AWO, DRK, Paritätischen und der Jüdischen Kultusgemeinde. Die Verbände vertreten mehr als 1.400 stationäre Pflegeeinrichtungen in NRW.

Zuvor hatte bereits die Deutsche Stiftung Patientenschutz eine schleppende Umsetzung des Programms für mehr Stellen in der Altenpflege kritisiert.

 

22.07.2019   Materialsammlung Qualitätsindikatoren: Alles auf einen Blick                               

Die Pflege-Noten und das bisherige Verfahren der MDK-Qualitätsprüfungen gehören bald der Vergangenheit an. Zur Unterstützung des an ihre Stelle tretenden neuen Qualitätssystems haben die Wohlfahrtsverbände gemeinsam eine Materialsammlung auf der Webseite der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) zusammengestellt.

Die Materialsammlung finden sie hier:

Materialsammlung Qualitätsindikatoren: Alles auf einen Blick

 

22.07.2019   Ausbildung im eigenen Haus – das wirkt!                               

Der Großteil der stationären Altenpflegeeinrichtungen hält die Ausbildung im eigenen Unternehmen für das wirksamste Mittel, um dem Fachkräftemangel in der Altenpflege zu begegnen.

Unsere nächsten Ausbildungsgänge starten am:

01.09.2019
01.11.2019
01.04.2020
01.09.2020
01.11.2020

Bei Fragen sprechen Sie uns bitte an.

Bildungsakademie für Gesundheits- und Sozialberufe des Kreises Mettmann GmbH
Jubiläumsplatz 19
40822 Mettmann
Tel. 02104/1418-0
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Ausbildung im eigenen Haus – das wirkt!

 

18.07.2019   Praktiker aus der Altenpflege nahmen Politik unter die Lupe      

Die Pflegestärkungsgesetze des Bundes haben die Realität in den Pflegeheimen nicht verbessert. Darin waren sich rund 30 Führungs- und Fachkräfte der Mülheimer Pflegeheime mit ihrem Referenten, dem Hamburger Sozialrechts-Professor und Rechtsanwalt Roland Richter einig.

Bei einer Fachtagung ihrer Arbeitsgemeinschaft im Haus Ruhrgarten kritisierte Roland Richter nicht nur die verantwortlichen Gesundheits- und Sozialminister des Bundes und der Länder, sondern auch die „nicht funktionierende Rückkopplung“ zwischen den Spitzenfunktionären der Berufsfachverbände und den Praktikern in den Pflegeheimen.

Finanzierung aus einer Hand

Viel wäre aus Sicht des Hamburger Pflegerechtsexperten gewonnen, wenn die Pflegedienstleistungen nicht aus diversen Budgets über Landschaftsverbände, Bezirksämter und Sozialämter, sondern einheitlich durch den Bund finanziert würde. „Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen“, sagt Richter mit Blick auf die Auswirkungen der Pflegestärkungsgesetze auf die stationäre und ambulante Pflege. Er plädiert für eine Pflegeversicherung im Rahmen einer umfassenden gesetzlichen Krankenversicherung. Auch die Tatsache, dass Pflegekräfte in der ambulanten Pflege im Durchschnitt 20 Prozent weniger verdienen als ihre Kollegen in den stationären Pflegeeinrichtungen, würde er als Bundesgesundheitsminister revidieren. „Diese Einkommensschere muss weg“, sagt er. Unabhängig von der Frage, ob die in der Altenpflege gebrauchten Fachkräfte auf dem deutschen oder internationalen Markt zu bekommen sind, weist Richter darauf hin, dass das Schließen der Personallücke in der stationären Pflege in Deutschland bis zu 5 Milliarden Euro kosten würde.

Auch auf die Basis hören

Den Gesundheits- und Sozialministern des Bundes und der Länder rät der Jurist, sich nicht nur von sogenannten Pflegeexperten aus den Chefetagen der Fachverbände, sondern auch von Leuten aus der Pflegepraxis beraten zu lassen. Mit welcher Bürokratie die Pflegekräfte in den Pflegeheimen von ihrer eigentlichen Arbeit abgehalten werden, macht sein Parforceritt durch die 400-seitige Pflegedokumentation deutlich.

Der Geronto-Psychiater, Helmut Schaffert, der die Arbeiterwohlfahrt in Fragen der Altenpflege berät, sieht das Grundproblem darin, „dass der tatsächliche Zeit- und Arbeitsaufwand in der Pflege in ihrer auf den fünf Pflegraden basierenden Finanzierung nicht abgebildet wird.“ Er könnte sich auch eine steuerfinanzierte Pflege vorstellen wie sie in Dänemark bereits praktiziert wird.

Pflegefachlehrer fehlen

„Positiv überrascht“ ist der Leiter der Bildungsakademie für pflege Berufe des Kreises Mettmann, Bodo Keissner-Hesse davon, „dass immer noch so viele junge Leute positiv und mit voller Überzeugung trotz der schwierigen Rahmenbedingungen in die Altenpflege gehen.“ Er weist darauf hin, dass es zurzeit nicht nur einen Mangel an Pflegefachkräften sondern auch an Pflegefachlehrern gibt. Allein in Nordrhein-Westfalen fehlen, laut Keißel-Hesse, aktuell 770 Pflegefachlehrer. Dieser Mangel führe dazu, so Keissner-Hesse, derzeit stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes der Altenpflege, dass 15.000 Bewerber für den Altenpflegeberuf gar nicht ausgebildet werden könnten. Die Folge: Trotz eines akuten Fachkräftemangels in der Altenpflege hat Keissner-Hesses Bildungsakademie eine Warteliste, auf der bisher noch nicht berücksichtigte Bewerber stehen. Ebenso wie Roland Richter, sieht Keissner-Hesse die ab 2020 greifende Generalisierung der Pflegeausbildung sehr skeptisch: „Wir werden an Breite gewinnen, aber an Tiefe verlieren“, fürchtet er. In diesem Zusammenhang macht der Sozialrechts Professor Richter deutlich, dass die von der Bundesregierung versprochen 13.000 Pflegekräfte noch lange nicht in der Praxis angekommen sind. Seine Blitz-Umfrage unter den 50 anwesenden Altenpflege-Führungs- und Fachkräften macht das deutlich. Nur eine Hand geht nach oben, als er danach fragt, welche Pflegeeinrichtung denn schon eine der 13.000 neuen Altenpflegefachkraftstellen habe einstellen können. Helmut Schaffert erklärt diese Tatsache mit dem ungemein aufwendigen Antragsverfahren, das viel zu viel Zeit von Altenpflegefachkräften binde.

Der Personalschlüssel entscheidet

Professor Richter macht deutlich, dass die Schaffung neuer Stellen nicht ausreicht, wenn nicht auch der Personalschlüssel an die praktischen Bedürfnisse der Altenpflege angepasst werde. „So werden zusätzliche Kräfte in der nächtlichen Betreuung der Pflegeheimbewohner kontraproduktiv auf den Personalschlüssel der Tagesbetreuungskräfte angerechnet, so dass am Ende kein wirklicher Gewinn für die Einrichtung und ihre Bewohner bleibt.“

Praktiker aus der Altenpflege nahmen Politik unter die Lupe

 

03.07.2019   Nachfrage nach Altenpflegern deutlich gestiegen           

Der "Dekra-Arbeitsmarktreport 2019" hat es an den Tag gebracht: AltenpflegerInnen gehören aktuell zu den zehn gefragtesten Fachkräftegruppen in Deutschland.

Die Nachfrage nach Altenpflegekräften ist binnen eines Jahres signifikant gestiegen. Das ist eine zentrale Erkenntnis des "Arbeitsmarktreports 2019" der Prüfgesellschaft Dekra. Demzufolge gehörten AltenpflegerInnen mit einem Anteil von 2,11 Prozent an der Gesamtstichprobe zu den zehn gefragtesten Fachkräftegruppen in Deutschland.

"Dekra-Arbeitsmarktreports 2019"

 

01.01.2019   Wechsel in der Geschäftsführung in der Bildungsakademie des Kreises Mettmann

Für die Bildungsakademie für Gesundheits- und Sozialberufe des Kreises Mettmann GmbH beginnt das Jahr 2019 mit einem Wechsel der Geschäftsführung. Frau Lisa Remus tritt die Nachfolge von Volker Freund an und besetzt eine der beiden Geschäftsführungspositionen der Bildungsakademie.

Pressemeldung